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„Smart supply und Leichtbau": Werner Loscheider (Ministerialrat im BMWi - v.l.n.r.), Armin Müller (Geschäftsführer der Emm! solutions GmbH, Andreas Kellermann (Vertriebsleiter der Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG), Dr. Silvius Grobosch (BME-Hauptgeschäftsführer) und Olaf Daebler (Global Director Industrial Supply der Hannover Messe) auf der Industrial-Supply-Pressekonferenz am Mittwoch in Hannover. (Foto: Frank Rösch/BME e.V.)

Die digitale Transformation stellt an die Wertschöpfungskette neue Anforderungen. Sie durchdringt alle Branchen und ist auch für den Leichtbau von enormer Bedeutung.

„Die fortschreitende digitale Transformation stellt an alle Glieder der Wertschöpfungskette neue Anforderungen. Sie durchdringt jede Branche und ist damit auch für den Leichtbau von großer Relevanz“, betonte Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz anlässlich der „Industrial Supply“ in Hannover*. Die internationale Leitmesse für innovative Zulieferung und Leichtbau findet unter dem Dach der Hannover Messe statt.

Grobosch erinnerte daran, dass „Leichtbau stets auch etwas mit Problemlösungen zu tun hat“. Es gehe vor allem um die Reduzierung von Emissionen, geringeres Materialgewicht und Ressourcenschonung. Unternehmen kaufen laut Grobosch zwischen 50 bis 80 Prozent ihres Umsatzes extern ein. Wenn diese Firmen Leichtbau-Lösungen präsentieren wollen, müssen sie seiner Meinung nach nicht nur Material beschaffen, sondern vor allem eng mit den Lieferanten von Subkomponenten zusammenarbeiten. Damit kaufen sie Innovationen und Ideen ein. Denn der Gewinner der Zukunft sei nicht der Hersteller des Produktes, sondern der Unternehmer mit dem besten Netzwerk – bestehend aus den klügsten Ideen, den kostengünstigsten Lieferanten, den innovativsten Designern sowie der effektivsten Supply Chain.

Angesichts der Herausforderungen, die die digitale Transformation an die Wirtschaft stelle, müssten alte Denkmuster aufgebrochen werden. Dazu leiste der BME schon heute einen wichtigen Beitrag. Grobosch: „Es geht um neue Geschäftsmodelle, neue Lieferantennetzwerke und weitere Qualitätssteigerungen. Erst diese Faktoren ermöglichen den Leichtbau der Zukunft. Neue Technologien wie Data Analytics helfen, effizientere und nachhaltigere Problemlösungen zu finden und bessere Supply Chains sicherzustellen. Es geht beispielsweise nicht mehr nur darum, sich Daten über seine eigenen Lagerbestände zu verschaffen, sondern auch über die Bestände und Kapazitäten der Vorlieferanten. Ich muss in Netzwerken denken.“

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