Home > Sozial > Unternehmen suchen händeringend nach Elektroingenieuren und IT-Experten

(Quelle: VDE - Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)

Die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft führt zu einem steigenden Bedarf an Experten der Elektro- und Informationstechnik. Nach den Ergebnissen des VDE Tec Reports 2018, den der Technologieverband auf der Hannover Messe vorgestellt hat, sagen 90 Prozent der befragten Unternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik, dass Trends wie Elektromobilität, Smart Grids, Smart Cities oder Industrie 4.0 den Bedarf an Elektroingenieuren und IT-Experten weiter erhöhen wird. Und 95 Prozent gehen davon aus, dass sich der internationale Wettbewerb um Fachkräfte der Elektro- und Informationstechnik verschärft.

Der VDE Tec Report 2018 ist eine Umfrage des Technologieverbandes VDE unter den 1.350 Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik zur Digitalisierung und Cyber Security. „Wir befinden uns in einem harten Standortwettbewerb um die führenden kreativen Köpfe der jungen Generation“, sagte VDE-CEO Ansgar Hinz im Vorfeld der Hannover Messe. 

Vor allem Mittelstand rekrutiert aus dem Ausland

Laut der Umfrage glauben 57 Prozent nicht, dass die Unternehmen ihren Bedarf an Ingenieuren und Informatikern in den nächsten Jahren ausreichend decken können. Jedes dritte Unternehmen und jede dritte Hochschule rekrutiert bereits Mitarbeiter im Ausland, weil sie hierzulande nicht genügend Ingenieure und IT-Experten finden. Dies trifft insbesondere auf kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern (46 Prozent) und den klassischen Mittelstand mit 1.000 bis 5.000 Mitarbeitern (43 Prozent) zu. Damit bleiben die Berufschancen für Hochschulabsolventen und Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik weiterhin exzellent. Das bestätigen 93 Prozent der befragten Unternehmen und Hochschulen.

Bildungskonzepte der Schulen nicht mehr zeitgemäß

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels fordert der VDE eine Bildungsoffensive in Schulen, Hochschulen und in der Wirtschaft. „Mit nicht mehr zeitgemäßen Bildungskonzepten, einem anwendungsfernen und stark verschulten Ausbildungssystem und nicht vorhandenen Weiterbildungskonzepten verlieren wir zunehmend an Attraktivität“, sagte Hinz. Es fehle das „Digital Big Picture Deutschland“.

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