Home > Industrie 4.0 > Selbstfahrende Roboter im SEAT Werk

(Quelle: SEAT)

Das SEAT Werk in Martorell kommt seinem erklärten Ziel der Schaffung einer möglichst nachhaltigen, digitalisierten und intelligenten Fabrik immer näher. Als erstes industrielles Fertigungsunternehmen in Europa setzt SEAT im Außenbereich fahrerlose Transportfahrzeuge (FTFs) ein, die über SLAM (Simultane Positionsbestimmung und Kartenerstellung)-Navigation, 4G-Datenverbindung und induktive Batterieladung verfügen. 

Derzeit sind im Außenbereich der Produktionsstätten im Werk Martorell acht fahrerlose FTFs im automatisierten Betrieb unterwegs. Die neuen Fahrzeuge erweitern den bereits vorhandenen Fuhrpark aus 200 FTFs, die den Teiletransport bereits innerhalb der Montagewerkstätten in den Werken Martorell und Barcelona übernehmen.

Emissionsfreie Roboter statt Lkw und Traktor

Jedes Outdoor-FTF bildet zusammen mit seinen Wagen einen 25 Meter langen Konvoi, hat eine Transportkapazität von maximal 10 Tonnen und legt Strecken von je 3,5 Kilometern zurück. Insgesamt fahren die acht FTFs pro Tag 240 Kilometer. Dank der SLAM-Navigation müssen weder Magnetbänder noch Drähte diese Fahrzeuge führen, sodass geringere Wartungskosten anfallen. Außerdem lassen sie sich vielseitig auf neuen Strecken einsetzen und es sind keinerlei Baumaßnahmen für ihre Installation erforderlich. Derzeit werden zwei Routen zwischen Presswerk und Metallwerkstatt bedient, auf denen Fahrzeugseitenteile sowie Heckklappen und Türen transportiert werden. Dadurch entfällt der Lkw-Verkehr zwischen diesen Einrichtungen.

Der Flotte an Outdoor-FTFs ist eine Senkung des jährlichen CO2-Ausstoßes um 1,5 Tonnen zu verdanken, da diese Teile bisher von einem Lkw und einem Traktor transportiert wurden. Darüber hinaus stapeln sich am Start- und Endpunkt weniger Waren und der werksinterne Fahrzeugverkehr wird verringert. Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit ASTI Mobile Robotics und Telefónica.

Ziel: Benchmark für Industrie 4.0

Der SEAT Vorstand für Produktion und Logistik, Dr. Christian Vollmer, hob hervor: „In den letzten Jahren hat SEAT wegweisende Innovationen im Bereich Logistik eingeführt. Mit dieser Neuerung unterstreichen wir unseren Anspruch, ein Benchmark-Unternehmen für Industrie 4.0 zu werden. Durch die Nutzung von Outdoor-FTFs können wir Produktions- und Logistikprozesse auf effiziente, nachhaltige und vernetzte Weise optimieren.“

Mit diesem Projekt verbessert SEAT seine Effizienz und macht große Schritte in Richtung seines Ziels, das Werk in Martorell in eine Smart Factory umzuwandeln. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung des Internets der Dinge im industriellen Umfeld, wobei Prozessautomatisierung und Digitalisierung entscheidende Faktoren sind.

SEAT hat in jüngster Zeit technologische Innovationen in seinen gesamten Produktionszyklus eingebracht, wie beispielsweise FTFs, die für den Teiletransport in die Produktionslinie integriert wurden, die Nutzung von Drohnen für dringende Lieferungen und kollaborative Roboter. In Kombination mit einem leistungsfähigeren Datenmanagement durch künstliche Intelligenz, Big Data und Blockchain werden so effizientere, flexiblere und agile Prozesse ermöglicht. All diese Industrie-4.0-Neuheiten arbeiten Seite an Seite mit den 7.900 Werksarbeitern, die derzeit jeden Tag 2.300 Fahrzeuge fertigen.

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