Home > Mobilität > Wie intelligente Maschinen uns verändern

Kurz nach der Veröffentlichung des Berichts der Ethikkommission des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zum Autonomen Fahren sprach der Deutsche Ethikrat auf seiner Jahrestagung allgemein über den Einsatz Autonomer Systeme.

Sogenannte autonome Systeme kommen bereits in unserem Alltag zum Einsatz oder stehen kurz vor der Marktreife. Eine ausgeklügelte Sensorik, komplexe und selbstlernende Algorithmen sowie umfassende Vernetzungsmöglichkeiten erlauben es ihnen, schnell und unter Abgleich vielfältiger Daten auf ihre Umwelt zu reagieren und weitgehend unabhängig von menschlichen Eingriffen zu agieren.

Im Unterschied zu bisherigen Assistenzsystemen verlangen autonome Systeme dem Menschen jedoch deutlich weniger Aufmerksamkeit und Beteiligung an Entscheidungsprozessen ab. Daraus ergeben sich eine Reihe ethischer, rechtlicher und sozialer Fragen, die der Deutsche Ethikrat im Verlauf seiner Jahrestagung ansprechen will:

  • Wer trägt die Verantwortung für die „Handlungen“ autonomer Maschinen, wenn der Nutzer selbst an solchen Entscheidungen nicht oder nur noch am Rande beteiligt ist?
  • Nach welchen Kriterien sollen Maschinen im Konfliktfall „entscheiden“, und wer legt diese fest?
  • Wie kann ein angemessener Umgang mit den großen Mengen sensibler Daten gewährleistet werden, die autonome Systeme zwecks optimaler Funktion erheben und austauschen müssen?
  • Wie lassen sich Risiken minimieren, dass solche Systeme von anderen missbraucht werden?
  • Wie verändern „intelligente“ Maschinen unser Selbstverständnis?

Peter Dabrock, Vorsitzender des Ethikrates, stellte zu Beginn klar, dass die gesamte Gesellschaft gefragt sei, mitzureden und mitzugestalten, wie sie das erhebliche Potenzial der neuen Entwicklungen nutzen will.

Die Teilnehmer diskutierten auch in vier parallel stattfindenden Foren über autonome Systeme in verschiedenen Anwendungsfeldern. Es ging um selbstfahrende Autos, Medizinmaschinen und Pflegeroboter, das vernetzte Heim und autonome Waffensysteme. In allen Foren wurde deutlich, dass entgegen einer Tendenz, den Menschen zum Objekt der autonomen Systeme zu machen, der Mensch und seine Autonomie im Mittelpunkt bleiben müssen.

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