Home > Industrie 4.0 > Die deutsche Wirtschaft ist Rekordpessimist bei der Digitalisierung

Im internationalen Vergleich ist Deutschland nach Japan das Land mit der höchsten Skepsis gegenüber der Digitalisierung (Quelle: obs/Randstad Deutschland GmbH & Co. KG)

Die Digitalisierung kommt - aber ist die deutsche Wirtschaft auch bereit dafür? In einer aktuellen Studie von Randstad Sourceright berichten nur 33% der befragten Führungskräfte, dass Schlüsselthemen wie Automatisierung oder künstliche Intelligenz einen positiven Effekt auf ihre Geschäftstätigkeit haben. Im internationalen Vergleich ist Deutschland damit nach Japan das Land mit der höchsten Skepsis gegenüber der Digitalisierung.

"In Deutschland verbinden sich mit dem digitalen Wandel auch in vielen Führungsetagen immer noch mehr Ängste als Hoffnungen", so Lars Hewel, Group Director Business Innovation bei Randstad. Dieser Pessimismus hat deutliche Folgen: "Die Studienergebnisse zeigen, dass 58% der befragten Führungskräfte zwar die steigende Bedeutung von Digitalthemen durchaus wahrnehmen, aber die Investitionsbereitschaft in digitale Technologien im internationalen Vergleich niedrig bleibt."

Weltweit registriert die Befragung nur in der konservativ eingestellten japanischen Wirtschaft eine höhere Skepsis gegenüber der Digitalisierung. Dort beurteilt nur eine von fünf Führungskräften KI und Automatisierung positiv. In anderen Industrieländern sind die Befragten deutlich optimistischer: Im Nachbarland Frankreich sehen 54% positive Effekte, in den Vereinigten Staaten sind es 64%. Im Schwellenland China hingegen wird die Digitalisierung mit 82% beinahe durchweg positiv beurteilt.

"Wenn die Führungskräfte die Digitalisierung derart pessimistisch beurteilen, senden sie ein fatales Signal ins Unternehmen hinein. So kann in der Belegschaft natürlich kein Optimismus für den digitalen Wandel entstehen. Junge, motivierte Arbeitnehmer, die Zukunftsthemen mutig anpacken möchten, werden so an den Rand gedrängt - oder entscheiden sich unter Umständen, Deutschland zu verlassen und dorthin zu gehen, wo ihr Innovationsgeist auf fruchtbaren Boden fällt", bilanziert Lars Hewel von Randstad Deutschland.

Über die Studie

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus einer quartalsweisen Befragung von Randstad Sourceright. An der Online-Umfrage nehmen 800 Personalleiter und Führungskräfte aus weltweit 17 Ländern teil. Zum kostenlosen Download der Studie gelangen Sie hier: https://www.randstadsourceright.com/talent-trends

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